Nabucco
Oper von Giuseppe Verdi
In italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln
Mainfranken Theater Würzburg
Premiere am 17. Oktober 2026
Musikalische Leitung Mark Rohde / Inszenierung Alicia Geugelin / Bühne Letycia Rossi / Kostüme Pia Preuß / Videodesign Krzysztof Honowski, Ruth Stofer / Kamera Laura Emma Hansen / Licht Andreas Rehfeld / Dramaturgie Samuel Zinsli / Choreinstudierung Pawel Serafin
BESETZUNG
Nabucco Alejandro Marco-Buhrmester
Ismaele Iurie Ciobanu
Abigaille Hulkar Sabirova
Fenena Vero Miller
Zaccaria Shavleg Armasi
Anna Milena Arsovska
Abdallo Mathew Habib
Gran Sacerdote Benedikt Al Daimi
Opernchor des Mainfranken Theaters Würzburg,
Extrachor des Mainfranken Theaters Würzburg
Philharmonisches Orchester Würzburg
Für seine dritte Oper wählte Verdi einen Stoff aus dem Alten Testament: Der babylonische König Nabucco (der Nebukadnezar der Bibel) hat das hebräische Volk besiegt und in seine Hauptstadt verschleppt. Seine jüngere Tochter Fenena, die den Hebräer Ismaele liebt, versucht zwischen den beiden Völkern zu vermitteln, wodurch sich das junge Paar aber den Unmut beider Seiten zuzieht. Als Nabucco sich siegestrunken selbst zum Gott erklärt, verfällt er dem Wahnsinn, und seine ältere Tochter Abigaille entmachtet ihn. In Kerkerhaft gewinnt er allmählich seinen Verstand wieder und sieht sein Unrecht ein; zurück an der Macht lässt er die Hebräer frei und huldigt ihrem Gott.
Der Komponist zeigt in dieser Oper, mit der ihm sein großer Durchbruch gelang, bereits seinen untrüglichen dramatischen Instinkt. Sie hat bei weitem nicht nur den berühmten Gefangenenchor zu bieten. Verdi zeichnet mit leidenschaftlichen musikalischen Mitteln eine Reihe prägnanter Charaktere fernab von Schwarzweißmalerei. Auch der hebräische Anführer Zaccaria ist nicht dagegen gefeit, für seine Ziele drastische Mittel einzusetzen. Auf beiden politischen Seiten herrschen Vorurteile, denen das Liebespaar beinahe zum Opfer fällt. Der weltgeschichtliche Konflikt spiegelt sich aber auch im Privaten, wo die (Halb-)Schwestern Abigaille und Fenena nicht nur den selben Mann (eben Ismaele) lieben, sondern auch beide verzweifelt um die Liebe ihres Vaters Nabucco ringen. Mit seinem vielleicht utopischen, aber Hoffnung aufzeigenden Ende ist das Stück aktueller denn je.