Parsifal
Bühnenweihfestspiel in drei Aufzügen
von Richard Wagner
Dichtung vom Komponisten
Aalto Theater Essen
16. März 2025
Musikalische Leitung Andrea Sanguineti, Erik Nielse / Inszenierung Roland Schwab / Bühne Piero Vinciguerra / Kostüme Gabriele Rupprecht / Video Ruth Stofer / Choreinstudierung Klaas-Jan de Groot, Bernhard Schneider / Kinderchoreinstudierung Patrick Jaskolk / Leitung der Bühnenmusik Marlowe Fitzpatrick, Atsuko Ota / Dramaturgie Patricia Knebel
CASTParsifal Robert Watson
Kundry Bettina Ranch
Gurnemanz Sebastian Pilgrim, Friedemann Röhlig
Amfortas Heiko Trinsinger, Ralf Lukas
Klingsor Almas Svilpa, Karel Martin Ludvik
Titurel Andrei Nicoara
Stimme aus der Höhe Hyejun Melania Kwon, Evelyn Krahe, Liliana de Sousa
Blumenmädchen 1. Gruppe
Lisa Wittig, KS. Christina Clark, Cassandra Doyle, Chloë Morgan, Idil Kutay, Rosamond Thomas
Blumenmädchen 2. Gruppe
Janina Mae Dettenborn, Subin Park, Hyejun Melania Kwon, Betsy Horne, Evelyn Krahe, Yeeun Yeo, Liliana de Sousa
1. Gralsritter Mykhailo Kushlyk
2. Gralsritter Valentin Anikin, Baurzhan Anderzhanov
1. Knappe Lisa Wittig, Chloë Morgan, Idil Kutay
2. Knappe Hyejun Melania Kwon, Evelyn Krahe, Liliana de Sousa
3. Knappe Aljoscha Lennert, Albrecht Kludszuweit
4. Knappe Ju Hyeok Lee, Zicong Han
Die Namenlose Renate Henze
Auf der Burg Monsalvat schützen Ritter den heiligen Gral. König Amfortas leidet an einer unheilbaren Wunde, zugefügt mit dem heiligen Speer durch den von der Gralsgemeinschaft verwiesenen Klingsor. Gurnemanz weiß, was Amfortas Gesundheit bringen würde: ein reiner Tor, der durch das Fühlen von Mitleid wissend wird. Ein Unbekannter – von dem man hofft, er sei der Erlöser – erscheint.
Durch Kundry erkennt Parsifal, dass er Amfortas erlösen und neuer Herrscher der Gemeinschaft werden muss. Er macht sich auf eine Odyssee zu den Gralsrittern, die seine Rückkehr bereits sehnlichst erwarten. Der als Bühnenweihfestspiel bezeichnete „Parsifal“ ist Richard Wagners letztes Musikdrama. Der Komponist behandelt darin die Themen Versuchung, Verführung, Religion und Erlösung. Die kompositorische Übersetzung dieser mündete in ein musikalisches Epos, das durch seinen auratischen und übersinnlichen Klang besticht und mit seinem sich über weite melodische Bögen erstreckenden Fluss eine Kraft entfaltet, die Wagner als „entrückende Wirkung aufs Gemüt“ beschrieb. „Parsifal“ war zum Zeitpunkt seiner Uraufführung 1882 „Zukunftsmusik“, mit der der Komponist die Grenzen der Dur-Moll-Tonalität auslotete, den Orchesterklang reformierte und spektakulärerhabene Verwandlungsmusiken schuf, die die Konzepte von Raum und Zeit verschwimmen lassen. Wagners „opus magnum“ nimmt sich der renommierte Regisseur Roland Schwab an, der 2022 bei den Bayreuther Festspielen seine umjubelte Inszenierung von „Tristan und Isolde“ präsentierte.