Fotos Anna O., Kim Albrecht, Rolf Arnold

The Hairs Of Your Head
Are Numbered


Residenz Schauspiel Leipzig
Ringlokschuppen Ruhr
Münchner Kammerspiele
HAU Berlin
Premiere 18. Januar 2018


Concept, Direction, Text Chris Kondek, Christiane Kühl / Ausstattung Doris Dziersk / Composition, Music Hannes Strobl / Interaction Design Anna O. / Video Phillip Hohenwarter, Ruth Stofer / Electronics Engineering Grzegorz Zając / Data Visualization Kim Albrecht / Dramaturgical Advisor Maria Rößler / Lighting, Head of technical Production Marc Zeuske / Assistent Director Clara Romstedt / Assistence Stage and Costume Sarai Feuerherdt / Performance Joséphine Evrard, Chris Kondek, Christiane Kühl, Anna O., Grzegorz Zając
       
Der menschliche Körper begegnet uns zunehmend als Datenkörper. Bewegungen, Emotionen und Zustände werden vermessen, quantifiziert und in Daten verwandelt. Gleichzeitig sind quantifizierte Daten der Spiegel, in dem wir unsere Körper sehen. Während eine wachsende Anzahl von Menschen Vergnügen daran hat, mittels Life Tracking den eigenen Körper auf Schritt und Tritt zu überwachen, zu analysieren und in soziale Netzwerke zu kommunizieren, steht Smartphone-Usern eine App zur Verfügung, die anhand von Gesichtszügen die Gefühle anderer akkurat einschätzen kann. Auf der Cebit 2016 ließen sich Hunderte Menschen einen Chip unter die Haut pflanzen, über den sie mit ihrem SmartHome oder dem Bankautomaten kommunizieren können. War der Mensch bis vor Kurzem die analoge Lücke in der digitalen Welt, schließt sich diese Lücke mit unserer tatkräftigen Hilfe zusehends. Wir sind infiziert. Unsere Körper werden zunehmend zu Fremdkörpern. Und sind doch das Einzige, was wir haben. Aber wer sind wir? In ihrer neuen Performance „The Hairs Of Your Head Are Numbered“ macht die Berliner DigitalArts-Gruppe doublelucky productions den Körper zum Schauplatz: Mittels komplexer Technologien, die sie für die Theatersituation umprogrammieren, werden die Bedürfnisse und Defizite des Körpers in der digitalen Verstärkung spürbar. Gleichzeitig zielt die Arbeit darauf ab, das enorme Manipulationspotential solcher Technologien aufzuzeigen.

Dank an: Maximilian Gotzler/Flowgrade, Prof. Dr. Steffen Mau, Stephan Tuchscherer a.k.a. Graf Natural