Fotos Hermann Meier

Doctor Atomic


Oper in zwei Akten von John Adams
Text von Peter Sellars
In englischer Sprache mit deutschem Übertext
Theater am Goetheplatz Bremen
Premiere 16. September 2023


Musikalische Leitung Stefan Klingele / Regie Frank Hilbrich / Bühne Volker Thiele / Kostüme Gabriele Rupprecht / Licht Christian Kemmetmüller / Videodesign Ruth Stofer / Sounddesign Mathias Kluge / Dramaturgie Frederike Krüge / Choreografische Mitarbeit Jacqueline Davenport

BESETZUNG
Robert Oppenheimer Michał Partyka
Kitty Oppenheimer
Nadine Lehner
General Leslie Groves
Elias Gyungseok Han
Edward Teller
Hidenori Inoue
Robert R. Wilson
Stefan Hahn
Jack Hubbard
Christoph Heinrich
Captain James Nolan
Wolfgang von Borries
Pasqualita
Constanze Jader, Maria Koshiishi
Chor Opernchor des Theater Bremen
Orchester Bremer Philharmoniker
Statisterie Statisterie des Theater Bremen


„Wir wussten, die Welt würde nicht mehr dieselbe sein.“ (Robert Oppenheimer) — Das musikalische Kaleidoskop eines (un-)moralischen Experiments: Von Los Alamos ging kein Segen für die Menschheit aus. Dort, in der Wüste des US-Bundesstaates New Mexico, war am 16. Juli 1945 der Versuch erfolgreich, Plutonium, also nukleares Brennmaterial in großem Umfang zur Explosion zu bringen. Diesem Trinity-Test des Manhattan-Projekts, bei dem die erste Atombombe der Menschheitsgeschichte gezündet wurde, folgten bereits drei Wochen später die Atombomben-Angriffe auf Hiroshima und Nagasaki. Komponist John Adams und Librettist Peter Sellars griffen für ihre Oper auf freigegebene US-amerikanische Regierungsdokumente und auf die Korrespondenz der am Projekt beteiligten Wissenschaftler, Regierungsbeamten und Militärvertreter zurück. Zwischen Skrupeln und Selbstherrlichkeit, Larmoyanz und Kaltschnäuzigkeit stellt Adams mit kompositorischer Wucht die Fragen nach der Verantwortung der Erkenntnis im Fortschrittseifer, wenn das Wissen zur Währung der Macht wird und die vermeintliche Selbstlosigkeit im Dienste der Menschheit zwischen die Mühlen der (Un-)Moral gerät.